Starten Sie jetzt Ihre Wasserkur!

Wasser ist eine lebenswichtige Flüssigkeit - das weiß jedes Kind. Wasser kann aber auch schädliche Abfallstoffe ausschwemmen helfen und ist dadurch nicht nur Lebensmittel, sondern auch Heilmittel.

Wasser kann innerlich als Getränk eingesetzt werden und äußerlich für Bäder und Güsse. Äußerlich angewendet kann vor allem kaltes Wasser den Körper stärken und abhärten.

Gesundheitswirkung:

Wasser hat ganz unterschiedliche Gesundheitswirkungen, je nachdem, wie man es anwendet.

Wasser trinken:

Ausreichend Wasser zum Trinken (2-3 Liter täglich) verhilft den Zellen des Körpers zu mehr Leistungsfähigkeit. Für den Stofftransport der Nährstoffe in die Zelle hinein und der Abfallstoffe aus der Zelle heraus, braucht die Zelle einen ausreichenden Wasserdruck im Innern und zwischen den Zellen.

Durch chronischen Wassermangel wird der Stofftransport erschwert und die Zellen können nicht mehr optimal arbeiten. Da der gesamte Körper aus Zellen besteht, kann Wassermangel zahlreiche unterschiedliche Folgen haben. Hier nun einige Beispiele für typische Folgen vom chronischen Wassermangel:

* Bluthochdruck
* Kopfschmerzen
* Verstopfung
* Magenschmerzen
* Abwehrschwäche
* Müdigkeit
* Gelenkschmerzen

Um die Gesundheit der Körperzellen zu verbessern, bringt es daher eine ganze Menge, wenn man genügend Wasser trinkt. Das brauch kein besonderes Heilwasser sein. Normales Leitungswasser reicht völlig aus. In Mitteleuropa ist das Leitungswasser so gut, dass es qualitativ mit vielen käuflichen Quellwassern mithalten kann.

Die tägliche Wassermenge von 2-3 Litern sollte man in kleinen Portionen trinken, also über den Tag verteilt 6 bis 10 Gläser. So kann der Körper das Wasser besser verarbeiten, als wenn man große Mengen an Wasser auf einmal trinken würde.

Äußerliche Wasserbehandlungen:

Wasser äußerlich angewendet dient nicht nur der Sauberkeit, sondern auch der Gesundheit. Das wusste schon Pfarrer Sebastian Kneipp und hat daher die nach ihm benannte Wasserkur entwickelt. Bei Kneippschen Wasserbehandlungen geht es um Bäder, Wassertreten, Güsse und Wickel. Viele davon werden gezielt zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Zur allgemeinen Abhärtung und Stärkung reichen ein paar einfache Anwendungen, bevorzugt mit kaltem Wasser. Der Kältereiz des kalten Wassers hat nämlich eine besonders belebende Wirkung auf den Körper. Die Durchblutung wird verbessert und die körpereigene Wärmeregulation wird gestärkt.

Eine wichtige Grundregel ist, dass man vor einer kalten Wasseranwendung immer warm sein sollte. Eventuelle kalte Füße sollten daher vorher mit einem warmen Fußbad gewärmt werden. Wenn man durchgefroren ist, sollte man sich erst gründlich aufwärmen, bevor man kaltes Wasser anwendet.

Für Kaltwasser Anfänger eignen sich Wechselduschen, kalte Fußgüsse und Wassertreten.

Bei Wechselduschen duscht man zunächst einige Minuten warm, dann braust man sich kurz kalt ab. Danach folgt wieder warmes Duschen und dann wieder ein eine kurze Kältephase. So wechselt man mindestens dreimal zwischen warmen und kaltem Wasser. Die letzte Phase sollte eine kalte Abduschung sein.

Bei kalten Fußgüssen braust man sich mit der Dusche oder dem Gartenschlauch die warmen Füße ab. Danach zieht man sich warme Socken an, damit die Füße sich wieder aufwärmen können.

Beim Wassertreten schreitet man in wadenhohem Kaltwasser ein bis zwei Minuten lang im Storchengang. Beim Storchengang hebt man die Füße bei jedem Schritt aus dem Wasser heraus. Dadurch entsteht ein Wechselreiz zwischen kaltem Wasser und der Luft.

Wasserkur:

* Trinken Sie täglich zwei bis drei Liter frisches Wasser
* Machen Sie außerdem Wechselduschen und brausen Sie Ihre Füße mit kaltem Wasser
* Diese Kur können Sie mehrere Wochen durchführen
* Am Besten wäre es, wenn Sie die Wasserkur zu einem regelmäßigen Teil Ihres Lebens machen!